Die "Große Seen-Tour" im Sommer 1988 -

einen Teil der Elde-Müritz Wasserstraße

- nie wieder

Die vier großen Seen sind einfach zu wellig und stressig. Rechte Freude wollte da nicht aufkommen. Die Strecke ist eher was für Motor- oder Segelboote. Für Faltbootpaddler nicht zwingend zu empfehlen.
Der Maßstab von 1:2.500.000 täscht etwas. Die Müritz ist nach dem Bodensee der zweitgrößte Binnensee Deutschlands
Von Alt Schwerin am Plauer See ging es über Lenz, den Petersdorfer See (Autobahnbrücke unter der BAB 19), den Malchower See nach Malchow.
Dann weiter über den Fleesensee zum Zeltplatz bei Silz. Von dort aus Richtung Kolpinsee bis nach Klink. Durch den Reck-Kanal kamen wir nach Waren an der Müritz.
Waren ist ein nettes Städchen, liegt aber eigentlich an der Dinnen-Müritz. Über denn Zeltpatz Ecktannen ging es zum Schloß Klink.
Über die Müritz - ein sehr launisches Gewässer - Richtung Zähner Lank bis zum Zeltplatz Ludorf.
Ich bitte die teilweise nicht gerade herausragende Qualität der Bilder zu entschuldigen. Mein Fotoapperat - Exa 1b - begann damals zu spinnen. Dazu sind die Dias noch eingeglast und auch das Nachbearbeiten brachte nicht immer einen Überzeugenden Erfolg.
Der erste Rastplatz am Petersdorfer See. Dort war, im Gebüsch versteckt, sogar ein Plumsklo. Welch Luxus.
Die ersten paar Kilometer auf dem Plauer See im neuen und ersten Boot - ein Kolibri 3, Bj.1988 von der MTW in Wismar. Es schwamm und der Käpt'n war stolz.
Der Ausstieg in Malchow. Nicht ganz einfach, dafür schmeckte das Bierchen sehr gut.
Am "Strand" von Silz. Mit was für Leuten man damals so gefahren ist.
An gleicher Stelle. Auch das Einsteigen gestaltete sich schwierig. Dazu sahen uns die Touries an wie Amazonas-Indianer die mit ihren Einbäumen in die Wildnis zurück kehren - ihr Unwissenden.
Noch ein Kolibri, aber ein 4er, bei der Fahrt über den Kölpinsee. Wetter-naja
Das Flaggboot - aber nur weil es die Fahne unserer Heimalstadt am Mast führte. Bei dieser Crew ist Chaosboot passender, wie auch diverse Vorfälle belegten. Das nagelneue RZ 85 von Pouch konnte nichts dafür und überstand diese Tour seltsamer Weise unbeschadet.
Der erste Blick über die Müritz. Da wollen wir rüber? Das Bild entstand unterhalb des Klinker Schlosses.
Direkt unterhalb des Schlosses bauten wir unser Lager auf und niemand störte sich dran. Heute darf man bestimmt nicht mal mehr anlegen.

Das Schloß von Klink. Damals ein FDGB - Ferienheim, dann ungenutzt und vernagelt und heute meines Wissens nach ein Hotel - billig, billig!

Hier noch mal das Kolibri 3 mit voller Beseglung am Ufer der Müritz auf dem Zeltplatz Ludorf. Danach wurde abgebaut.
Es gibt fast nichts schlimmeres als frustrierte Petrijünger, wie diese hier an der Müritz. Aber Schlecht-Wetter- Zwangspausen müssen überbrückt werden.
Auf Grund einer Verletzung in der Crew des Chaosbootes mussten wir in Ludorf leider passen. Noch weiter über die Müritz zu paddeln, dann durch den Bolter Kanal bis nach Mirow - unser eigentliches Ziel - das war uns diesesmal nicht vergönnt, es wurde aber nachgeholt.

 

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